04/2002   Marco Schmidt  - email: MSTitanic@gmx.de  - http://www.seelenverwandt.de

Hier in Kürze wie das bei mir angefangen hat:

Ich ging ins Kino - nicht wegen dem Thema, sondern weil ich damals ein großer Kevin Costner Fan war, und war zutiefst bewegt. Daraufhin legte ich mir einige Bücher zu und schaute alles, was es darüber im Fernsehen gab. (Einzelheiten zu einigen der Attentats-Bücher und Dokumentationen auf meiner HP).

Natürlich interessiere ich mich auch für das Phänomen Kennedy als Präsident, doch mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Thema des Attentats.

Ich bin sehr an einem Austausch interessiert (Meinungen, Buchinhaltsaustausch usw.).

Und nun die lange Version:

Als ich Anfang 1992 ins Kino ging, ahnte ich noch nicht, daß der auf mich zukommende Film sehr große Nachwirkungen auf mich haben würde. Der Film den ich mir nämlich ansah war JFK - Tatort Dallas von Oliver Stone. In diesem Film geht es um die Ermordung von John F. Kennedy. Ich hatte vorher nur davon gehört, daß Kennedy einem Attentat zum Opfer fiel und der Attentäter wiederum von einem verrückten Kennedy-Anhänger getötet wurde. Das war alles...

Der Film ist ein Muss für alle, die sich hollywoodmäßig über das Attentat informieren wollen, was heißt: Viele Stars und einige kleine Veränderungen der Dinge (andere Namen und einige Sachen wurden weggelassen). Trotzdem: Wer diesen Film je sah wird Schwierigkeiten haben mit der "offiziellen" Verlautbarung Lee Harvey Oswald sei der alleinige Täter gewesen. Der Film wurde mit 2 Oscars augezeichnet (für 7 nominiert, u. a. für den besten Film) und war der Grund dafür, daß sich immer mehr Menschen - auch meine Wenigkeit - für die Hintergründe des Attentats interessierten.

Ich schaute mir den Film einige Male noch im Kino an und kaufte mir diverse Bücher, die ich allesamt schnell verschlang. 1992 und 1993 (30 Jahre nach dem Attentat) war das Thema hoch aktuell, so daß zudem einige Dokumentationen im Fernsehen zu sehen waren, die dem Thema noch mehr auf dem Grund gingen, als daß es Stone's Film aufgrund der Vielzahl von Hintergründen schaffen würde. Doch danach wurde es ruhig in Deutschland um das Attentat. Es erschienen keine Artikel mehr in Zeitungen und Zeitschriften und auch in den anderen Medien lief nichts mehr darüber - wenn überhaupt Wiederholungen.

Und dann passierte noch etwas furchtbares für alle, die sich mit dem Attentat beschäftigten: Das Buch Case Closed von Gerald Posner erschien in den USA 1993 und sorgte auch in Deutschland für Aufsehen. In dem Buch "weist" Posner nach, daß Oswald der Einzeltäter war, und daß alles so ablief, wie die Warren Kommission veröffentlichte. Allerdings tat er dies mit fragwürdigen Mitteln. So war die unglaubliche Treffsicherheit Oswalds in einem Computermodel ganz leicht nachzustellen. Die Warren Kommission hatte dies noch mit Menschen versucht mit dem Ergebnis, daß alle beauftragten Scharfschützen nicht annähernd die Ergebnisse schafften, die Oswald am 22.11.1963 angeblich erzielte.

Auch das Thema Jack Ruby und seine Beziehung zur Mafia wurden von Posner sehr mangelhaft durchleuchtet. Er kam zum Schluß, daß Ruby nie Kontakte zum organisierten Verbrechen gehabt hat. Dies ist für einige Ruby-Experten ein schlechter Scherz. Diese haben inzwischen Ruby's Leben in vielen Details erarbeitet. Das Ergebnis könnte man so zusammenfassen: Wenn Ruby keine Kontakte zum organisierten Verbrechen hatte, sind Michael Jackson, der Papst und Dolly Buster ein und dieselbe
Person.

Nun wieso war das Buch so furchtbar ??? Weil die Medien dies als gegeben hinnahmen. Plötzlich waren alle Menschen, die sich mit dem Attentat befassten, geldgeile Verrückte. Was einige ernstzunehmende Zeitschriften und Magazine im Zuge des JFK-Filmes 1992/1993 noch als sensationelle Fakten und Beweise für eine Verschwörung veröffentlichten, drehten diese danach einfach um unter dem Motto: Tja, war doch klar, alles nur Geldverdiener und die Beweise für eine Verschwörung sind eh alle gefälscht und so nicht richtig. Wir werden uns mit der Sache nie mehr beschäftigen. Ab sofort ist Fakt: Lee Harvey Oswald ist der Einzeltäter und alle, die das anzweifeln nicht ganz dicht.

Unglaublich aber wahr - so scheint dies bis heute geblieben zu sein. Man findet praktisch überhaupt nichts mehr über das Attentat. Selbst hochgelobte Dokumentationen (z.B. der BBC) werden nicht mehr gesendet. Es scheint so, als wenn alles was vorher gewesen ist, nicht passiert ist.

Inzwischen haben sich immerhin im Internet viele Seiten gebildet, die sich mit dem Attentat befassen. - Einige findet Ihr in meiner Linkliste - Auch ein paar wenige deutschsprachige Seiten gibt es. Doch leider gibt es noch keinen regen Austausch untereinander. Ich habe inzwischen mit ein paar wenigen interessierten Leuten spärlich Kontakt. Das möchte ich gerne ändern. Solltet Ihr Interesse an einem Austausch haben mailt mir oder schreibt Euch ins Gästebuch ein. Schon lange möchte ich so etwas wie ein Treffen organisieren, bei dem sich "Kennedy-Attentat-Forscher" mal austauschen würden. Vielleicht ist ja sowas auch einfach erstmal über das Internet möglich.

02/2003

Seit kurzem findet man auf http://www.seelenverwandt.de über 30 Artikel zum Kennedy-Attentat (teilweise von 1963) und eine RFK-Attentat-Seite. Einfach auf JFK klicken.